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Die Geschichte der Magnetton-Technik 1896, also bereits vor mehr als 100 Jahren, baute der dänische Ingenieur Waldemar Poulsen ein funktionsfähiges Magnettongerät. Als Speichermedium diente ein zur Rolle gewickelter Stahldraht, Diese Technik wurde bis 1954 von Schaub-Lorenz in Kombination mit einem Plattenspieler gefertigt und zu einem Preis von 890,- DM angeboten. Die heute bekannte Magnetbandtechnik, bei der ein mit Eisenoxid-Pulver beschichtetes Kunststoffband an einem Tonkopf vorbeigeführt wird, der die Eisenpartikel magnetisiert, entstand 1932. Auf der Funkausstellung 1935 in Berlin stellte die Firma AEG ihr Magnetofon AEG K1 der Öffentlichkeit vor, von denen nur 15 Geräte gebaut wurden. Die neue Technik war sehr aufwendig und teuer, so dass sie nur der Forschung und der professionellen Anwendung vorbehalten war. Erst 1952 gelang es der Firma AEG ein Aufnahmegerät für den Heimbedarf zum stolzen Preis von 995,- DM auf den Markt zu bringen. Die Firma BASF lieferte ein passendes Tonband dazu. Neben AEG/Telefunken entwickelten auch andere Firmen teure Heimtonbandgeräte. Den Durchbruch im Konsumerbereich gelang aber erst der Firma Grundig in den Jahren 1955/56. Die Industrie hat eine Fülle verschiedener Entwicklungen hervorgebracht. Es wurde mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Spurzahlen experimentiert. 1962 wurde die Vorherrschaft der mechanisch aufwendigen Tonbandgeräte gedämpft. Die von Phillips entwickelte Kompaktkassette konkurrierte mit der Spulentechnik, konnte das Tonband aber nicht vom Markt verdrängen. Die Hersteller von Tonbandmaschinen konzentrierten sich seither auf die Verbesserung der Wiedergabequalität . Auch die Kassettentechnik versuchte durch Entwicklung vielfältiger Varianten, ihre Aufnahme- und Wiedergabequalität zu steigern. Erst die digitale Tonaufnahme beendete die Weiterentwicklung beider Gerätetechniken, da die heutigen digitalen Speichermedien den hohen mechanischen Aufwand der Spulen- und Kassettentechnik nicht mehr benötigen. |