Nordmende war ein bedeutender deutscher Hersteller von Unterhaltungselektronik,
gegründet 1923 von Otto Hermann Mende in Dresden. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 in Bremen neu gegründet, etablierte sich das Unternehmen als Pionier für Radios und Fernseher. Nach Übernahmen
durch Thomson-Brandt in den 1970er Jahren endete die Produktion in Bremen 1987
-
Ursprünge: 1923 Gründung der Radio H. Mende & Co. in Dresden durch Otto Hermann Mende.
-
Neuanfang: Nach der Zerstörung im Krieg gründete Martin Mende 1947 die Norddeutsche Mende-Rundfunk GmbH (später Nordmende) in Bremen-Hemelingen.
-
Blütezeit: In den 1950er und 60er Jahren wurde Nordmende zu einem der führenden deutschen Hersteller für Radios, Kofferempfänger und Fernsehgeräte. Die Marke war
bekannt für Qualität und Innovation, wie das erste Farbfernsehgerät in den 1960ern.
-
Verkauf: 1977/1978 übernahm der französische Thomson-Brandt-Konzern die Anteile der Familie Mende.
-
Ende der Produktion: Die Produktion in Bremen wurde 1987 eingestellt, und die Marke wurde schrittweise in den Thomson-Konzern integriert.
-
Heute: Die Marke Nordmende existiert weiter und wird unter anderem von TechniSat (seit 2017) für TV-Geräte und Radios in Lizenz genutzt.
Die Marke war neben Grundig, Philips und Telefunken ein prägender
Akteur auf dem westdeutschen Markt für Unterhaltungselektronik.